studium generale, Beispielfrage
Welche Faktoren führen zu einer Unterrepräsentation von Frauen in derUnternehmensgründung? Wie könnte die Unterrepräsentation behoben werden?
Risikobereit, innovativ, voller Durchsetzungskraft und Initiative - solche Adjektive werden zuR Bezeichnung EINES UnternehmerS verwendet. Frauen, die sich selbständig machen, WERDEN oft als etwas Ungewöhnliches betrachtet, obwohl etwa ein Drittel ALLER Unternehmen von Frauen gegründet wird.
Als [BEZ der] Hauptgrund dafür nannte Dr. Leicht in seinem Vortrag SOWOHL die geringe Arbeits- und Beruferfahrung [BEZ ,] als auch geringes soziales und finanzielles Kapital, das den Frauen zur Verfügung stehe. DIES SEI die Folge der geringeren Erwerbstätigkeit der Frauen - gründen Frauen, dann fast immer mit der Perspektive DER Unterbrechung von Erwerbstätigkeit.
Viel wichtiger hingegen scheinen[BEZ] die gesellschaftlichen Faktoren zu sein. Hier verlassen wir den Bereich Ökonomie und befassen uns eher mit dem uralten Problem deR Geschlechtsrollen. Man spricht häufig von der ´falschen´ Berufswahl, d.h. Frauen entscheiden sich immer wieder für `typisch weibliche' Berufe, die Frauen nicht DAZU zwingen, sich selbständig zu machen. Die Bilder, von denen wir während unserer Sozialisation geprägt werden, sind SCHWER zu ändern. Gründungsförderung beginnt nicht erst in den einschlägigen BeratuNGsstellen, sondern in der Frühphase beruflicher Sozialisation. Die Konventionen führen AUßERDEM dazu, dass Frauen vorsichtiger SIND als Männer. Sie lassen sich LIEBER beraten und versuchen die Risiken zu begrenzen.
Die oben angeführte Gründe für Unterrepräsentation von Frauen lassen sich nicht einfach erheben [ -] haupsächlich, WEIL sie von ihrer Natur her eher ein soziales und, wie gesagt, nicht unbedigt wirtschaftliches Problem sind. Die gesellschaftliche SENSIBILITÄT für Diskriminierung kann durch langfristige Projekte villeicht GESTEIGERT werden. Viel wichter ist allerdings die geltende Gesetzgebung. Frauen sollen nicht bevorzugt werden nur weil sie Frauen sind: Das wäre höchstwahrscheinlich [razem] kontraproduktiv. Es sollTen aber solche Gesetze entstehen, die ES Frauen ermöglichen [BEZ würden] sich beruflich WEITERzuentwickeln, z.B. DURCH DIE Förderung von Krippen oder Vaterschaftsurlaub.
Die Zahl selbständiger [neue Rechtschreibung: SELBSTSTÄNDIG] Frauen nimmt zu, es wird aber noch dauern, bis eine Unternehmerin in erster Linie als Geschäftsfrau und nicht als Frau betrachtet wird.
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